Man i vit linneskjorta och ljusa byxor som går på en solig grusväg med kavajen över axeln

Leinenhemd waschen – so behält es seine Form und wird weicher

Ein Leinenhemd zu waschen ist einfacher als sein Ruf: bei 40 Grad waschen, schonend schleudern und noch feucht auf einen Kleiderbügel hängen. So wird das Hemd mit jeder Wäsche weicher – und Sie vermeiden Einlaufen und hartnäckige Falten.

In diesem Ratgeber erklären wir, wie oft das Hemd gewaschen werden muss, welche Temperatur und welches Waschprogramm geeignet sind, wie Sie Flecken an Kragen und Manschetten entfernen, wie Sie es ohne Einlaufen trocknen und wie Sie sich unnötiges Bügeln ersparen.

Inhalt

Wie oft sollte man ein Leinenhemd waschen?

Seltener, als Sie denken. Leinen ist atmungsaktiv, trocknet schnell und bleibt länger frisch als Baumwolle. Ein Hemd, das Sie an einem kühlen Tag über einem Unterhemd oder T-Shirt getragen haben, muss oft nur über Nacht zum Lüften aufgehängt werden. Wenn Sie es an einem warmen Tag direkt auf der Haut getragen haben, sollten Sie es dagegen waschen – Schweiß, der im Stoff bleibt, lässt ihn mit der Zeit vergilben, besonders unter den Ärmeln und am Kragen.

Als Faustregel gilt: Waschen Sie das Hemd nach ein- bis dreimaligem Tragen, je nach Wärme und danach, wie eng es am Körper sitzt. So schonen Sie Stoff und Farbe.

Temperatur und Waschprogramm

Richten Sie sich immer zuerst nach dem Pflegeetikett in der Seitennaht – es hat Vorrang vor allen allgemeinen Empfehlungen. Wenn dort nichts anderes steht, sind 40 Grad für die meisten Leinenhemden geeignet. Dunkle und kräftig gefärbte Hemden sollten am besten bei 30 Grad gewaschen werden, damit die Farbe länger hält. Hemden aus reinem weißem Leinen vertragen oft 60 Grad, nötig ist das aber selten.

Wählen Sie ein Schon- oder Feinwaschprogramm und beladen Sie die Maschine höchstens bis zur Hälfte. Leinen braucht viel Wasser und Platz, um sich zu bewegen. Andernfalls werden Falten in den Stoff gepresst. Reduzieren Sie die Schleuderdrehzahl auf etwa 800 Umdrehungen – starkes Schleudern ist die häufigste Ursache für Falten, die sich nicht mehr entfernen lassen. Öffnen Sie alle Knöpfe, auch an Kragen und Manschetten, und drehen Sie farbige Hemden auf links.

Wenn das Hemd eine Leinenmischung mit Baumwolle oder Viskose ist, gelten dieselben Empfehlungen. Prüfen Sie aber das Pflegeetikett besonders genau: Viskose ist hitzeempfindlicher. Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber So waschen Sie Leinen, in dem es um alle Leinenkleidungsstücke geht.

Mann in gelbem langärmligem Leinenhemd mit hochgekrempelten Ärmeln und olivgrüner Hose

Waschmittel, Weichspüler und Bleichen

Verwenden Sie ein mildes Flüssigwaschmittel ohne Bleichmittel. Waschmittel für Weißwäsche enthalten oft optische Aufheller, die naturfarbenes und gefärbtes Leinen fleckig aussehen lassen. Heben Sie es sich also für Hemden auf, die wirklich reinweiß sind. Dosieren Sie lieber etwas zu wenig als zu viel – Waschmittelrückstände machen den Stoff steif.

Lass den Weichspüler weg. Er legt sich wie ein Film über die Fasern und sorgt dafür, dass Leinen schlechter atmet und Feuchtigkeit schlechter aufnimmt. Leinen wird durch Waschen und Tragen von selbst weicher. Chlor und andere starke Bleichmittel schwächen die Fasern und sollten gar nicht verwendet werden. Weitere Tipps zum Waschen von Leinen gibt es bei Husmorstipset.

Flecken an Kragen und Manschetten

Kragen und Manschetten werden zuerst schmutzig, und eine normale Wäsche reicht nicht immer aus. Befeuchte den verschmutzten Rand, arbeite mit den Fingern etwas Flüssigwaschmittel oder Gallseife ein und lass es 15–20 Minuten einwirken, bevor das Hemd in die Maschine kommt. Reibe nicht kräftig mit einer Bürste – Leinenfasern sind zwar robust, können aber durch starke mechanische Beanspruchung fusselig werden.

Gelbe Streifen unter den Armen behandelst du genauso. Entferne den Fleck so schnell wie möglich: Ein Fleck, der durch Wärme bereits eingetrocknet ist, lässt sich deutlich schwerer entfernen.

Trocknen, ohne dass das Hemd einläuft

Schüttle das Hemd gründlich aus, sobald die Maschine fertig ist, ziehe leicht an den Nähten, der Knopfleiste und dem Kragen und hänge es auf einen breiten Bügel. Schließe den obersten Knopf, damit der Kragen seine Form behält. Lass es bei Zimmertemperatur trocknen, aber nicht in der prallen Sonne, wenn es farbig ist.

Verzichte auf den Trockner. Die Hitze darin – nicht das Waschen – lässt Leinen am stärksten einlaufen, und das Trocknen im Trockner strapaziert die Fasern. Nicht vorgewaschenes Leinen kann beim ersten Waschen um einige Prozent einlaufen, sei dann also besonders vorsichtig. Mehr dazu erfährst du im Ratgeber Läuft Leinen ein?

Mann im weiß-blau gestreiften kurzärmeligen Leinenhemd mit Hemdkragen und Jeans

Falten glätten – oder einfach lassen

Ein Leinenhemd sollte nicht ganz glatt sein. Die leichte Knitteroptik gehört zum Charakter des Stoffes und wirkt sowohl zu Chinos als auch zu Jeans lässig. Wenn du es glatter haben möchtest, bügle es, solange es noch feucht ist, bei hoher Temperatur und am besten von links, damit der Stoff nicht glänzt. Ein Dampfglätter funktioniert ebenfalls gut und ist schonender zu Knöpfen und Nähten.

Die ganze Technik findest du Schritt für Schritt unter Leinen bügeln. Wenn du wissen möchtest, warum Leinen so angenehm kühl zu tragen ist, kannst du nachlesen, welcher Stoff am kühlsten ist.

Kurzanleitung: So wäschst du dein Leinenhemd

Schritt So geht's Beachte
Vor dem Waschen Alle Knöpfe öffnen, Kragen und Manschetten vorbehandeln Farbige Hemden auf links drehen
Temperatur 40 Grad, 30 bei dunklen Farben Das Pflegeetikett im Kleidungsstück hat immer Vorrang
Waschprogramm Schonwaschgang, Maschine halb voll Bei etwa 800 Umdrehungen schleudern
Waschmittel Mildes Flüssigwaschmittel, ohne Bleichmittel Keinen Weichspüler verwenden
Trocknen Ausschütteln und auf einen breiten Bügel hängen Nicht im Trockner trocknen
Nachbehandlung Bügeln oder dämpfen, solange es noch feucht ist Ein paar Falten gehören zu Leinen

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Drei pflegeleichte Leinenhemden zum Tragen:

Wenn du ein entspannteres Modell bevorzugst, gibt es auch den gestreiften Leinenpullover mit Maurerkragen und für sie einen Leinenblazer mit entspannter Passform, der nach denselben Grundsätzen gewaschen wird.

Häufige Fragen

Bei wie viel Grad wäscht man ein Leinenhemd?

40 Grad sind für die meisten geeignet. Wähle für dunkle und kräftige Farben 30 Grad. Befolge immer die Pflegehinweise im Kleidungsstück, falls dort etwas anderes steht.

Läuft ein Leinenhemd beim Waschen ein?

Nicht vorgewaschenes Leinen kann bei der ersten Wäsche um einige Prozent einlaufen. Danach sind vor allem der Wäschetrockner und eine zu hohe Temperatur dafür verantwortlich, dass das Hemd einläuft. Wasche es bei 40 Grad und lass es auf der Leine trocknen, damit es seine Größe behält.

Kann man ein Leinenhemd bei 60 Grad waschen?

Ein weißes Hemd aus reinem Leinen verträgt das oft, aber farbige Hemden bleichen aus und Leinenmischungen können einlaufen. Überprüfe das Pflegeetikett und wähle im Zweifelsfall 40 Grad.

Sollte man für Leinen Weichspüler verwenden?

Nein. Weichspüler legt sich wie ein Film auf die Fasern und beeinträchtigt die Atmungsaktivität und Saugfähigkeit des Stoffes. Leinen wird nach ein paar Wäschen von selbst weich.

Kann man ein Leinenhemd in den Trockner geben?

Am besten nicht. Die Hitze lässt den Stoff einlaufen und macht es schwieriger, die Falten herauszubekommen. Hänge das Hemd stattdessen direkt nach dem Waschen auf einen Bügel.

Muss man ein Leinenhemd bügeln?

Nein, ein paar Falten gehören dazu. Wenn du es glatt haben möchtest, bügle oder dämpfe es, solange es noch leicht feucht ist.

Zusammenfassung

Wasche das Leinenhemd bei 40 Grad im Schonwaschgang, mit halbvoller Trommel und niedriger Schleuderdrehzahl. Verwende ein mildes Waschmittel ohne Bleichmittel, verzichte auf Weichspüler und behandle Kragen und Manschetten vor. Schüttle das Hemd aus, hänge es auf einen Bügel und lass den Trockner aus. So behält es seine Form und wird mit den Jahren nur weicher.

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